Stell dir vor, du spazierst an der Atlantikküste Portugals entlang. Unter deinen Füßen: Granitfelsen. Der Wind trägt Salz auf deine Lippen. Die Wellen brechen unten an den Felsen; rhythmisch, konzentriert. Am Horizont sinkt die Sonne langsam ins Meer, wie kühles Gold.
Deine Gedanken werden ruhig.
Genau hier, auf diesem Flecken Erde, wachsen in der Subregion Moncao e Melgaco, alte Reben der Rebsorte Alvarinho. Luis Seabra formt daraus keinen leichten Terrassen-Vinho-Verde, sondern einen Wein, der Raum einnimmt und ihn behält.
Der Granito Cru Alvarinho riecht nach kühler gelber Frucht - wie die letzten Sonnenstrahlen auf hellem Stein. Dazu kommt eine salzige Brise, fast schmeckbar, dazu würzig-pikante Akzente, die Spannung aufbauen. Alles wirkt fokussiert, steinig, klar.
Am Gaumen zeigt er Entschlossenheit und Kraft. Salzige Mineralität zieht sich durch wie eine Meereslinie am Horizont. Die kühle Ätherik hält alles frisch, während darunter Reife und Tiefe schwingen - alte Reben, große Holzfässer, Zeit.
Ein Wein, der gleichzeitig erwachsen und jugendlich wirkt. Kein gefälliger Vinho Verde. Sondern einer, der dich aufrecht gehen lässt, als wärst du gerade selbst ein Stück näher an dieser Küste. Gehen wir ein Stück zusammen?